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Nachschlag für Millionen Versicherte

Foto:pixelio.de/p.kirchhoff
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Aufgrund der von der Verbraucherzentrale Hamburg angestrengten Klagen, hat das Gericht in drei Urteilen gegen die Versicherer Deutscher Ring, Hamburg-Mannheimer und Generali (Volksfürsorge) entschieden, dass mehrere von den Versicherern verwendete Klauseln zur Kündigung und zur Beitragsfreistellung intransparent und damit unwirksam sind.

„Es betrifft Verbraucher, die seit 2001 eine Kapitallebens- oder private Rentenversicherung abgeschlossen haben und seither gekündigt haben“, so die Verbraucherzentrale Hamburg. „Das Gericht folgt der Rechtssprechung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2005, mit der die seinerzeit bis Herbst 2001 verwendeten Klauseln beanstandet worden waren. Gegenstand der jetzt in Hamburg entschiedenen Verfahren sind die seit dem Herbst 2001 von fast allen Versicherungsunternehmen verwendeten neuen Klauseln. Die Urteile haben also Grundsatzbedeutung für die gesamte Versicherungswirtschaft.“

Aus eigener negativer Erfahrung wissen oft Angehörige der Generation 60pro, welche finanziellen Nachteile einem entstehen, wenn man eine
Kapitallebensversicherung vor Ablauf kündigt und wie viele Jahre man warten muss, um bei einer Beitragsfreistellung den Wert zu erreichen, den man eingezahlt hat. Provisionen und Gebühren bringen einen ins Minus und es bedarf einiger monatlicher Prämienzahlungen, bis man die Habenseite erreicht hat. Bei Vertragsabschluss wird das vom Verkäufer mit keiner Silbe erwähnt und offensichtlich strategisch als Allgemeinwissen eingestuft.

Zu verdanken haben wir das einem Mathematiker namens Zillmer. Er hatte sich der Einfachheit und der Schuldenverlagerung halber ausgedacht, Provisionen und alle später anfallenden Gebühren von dem eingezahlten Anfangsbetrag abzuziehen, um so eine monatliche oder jährliche Abrechnung zu umgehen.

Ihm haben wir den Begriff „Zillmerung“ und die Tatsache zu verdanken, dass wir in den ersten Versicherungsjahren erst einmal den Aufwand abdecken, den wir den bei Versicherern mit unserer Versicherung verursachen.

Die Verbraucherschützer gehen von der stattlichen Summe von zwölf Milliarden Euro aus, die die Versicherungswirtschaft an die Verbraucher zahlen muss. Grund genug für jeden von uns, sich über die Internetseite www.vzhh.de einen Einstieg in die Materie zu verschaffen! W.S.
 

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