Hintergrund

Keine Angst vor dem Tierarzt

Foto: pixelio.de / Hartmut910
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Bei den Katzen ist es oft die Transportbox, die noch daheim Stresssituationen hervorruft. Die kleinen Vierbeine mögen weder Veränderungen, noch mögen Sie es, eingesperrt zu sein. Hunde hingegen kennen es, oft im Auto mitzufahren, und werden dann in der Praxis mit den verschiedenen Tieren und Gerüchen ängstlich. Sie zittern oder lassen sich gar nicht mehr beruhigen. Später, während der Behandlung, kann es dann auch zu Angstaggressionen kommen.

Martina Schell, Referentin für Heimtiere bei Vier Pfoten, meint, dass Angstverhalten beim Tierarzt am wirkungsvollsten vorgebeugt werden könne, wenn bereits Welpen und Jungtiere behutsam auf den Praxisbesuch vorbereitet würden. „Während des ersten Termins sollten nach Möglichkeit keine schmerzhaften Behandlungen oder Impfungen durchgeführt werden. Eine gründliche Untersuchung reicht für den Anfang. Wird dass Stillhalten dann noch ausgiebig belohnt, ist ein wichtiger Grundstein für eine vertrauensvolle Beziehung zum Tierarzt gelegt“, so die Fachfrau.

Zu Hause können Situationen, die beim Arzt vorkommen, geübt werden. Regelmäßiges auf den Tisch heben mit Kontrolle der Ohren und Pfoten, öffnen des Fangs und Berührungen am ganzen Körper, simulieren einen Arztbesuch. So lernt das Tier in vertrauter Umgebung, dass es keine Gefahr bedeutet, untersucht zu werden.

Katzen hingegen sollten an die Transportbox gewöhnt werden. Die Box sollte ab und zu in Lebensräumen aufgestellt werden, so dass sie nicht automatisch mit einem Arztbesuch in Verbindung gesetzt werden. Kissen und Decken in der Kiste, kombiniert mit einem kleinen Happen, können die Tiere auch zum betreten einladen. Nun kann ab und zu die Kiste geschlossen werden und das Tier ein paar Schritte weit getragen werden. Das Tier kann sich an die Schaukelbewegung gewöhnen.

Bei erwachsenen Tieren, die Angst vor Arztbesuchen haben, können zur Beruhigung homöopathische Mittel oder Bachblüten verabreicht werden. Diese sollten am besten in Absprache mit dem Tierarzt gegeben werden. In einigen Praxen kommen mittlerweile künstliche Pheromone zum Einsatz. Diese beruhigen die Tiere ebenfalls und übertünchen die Angstgerüche des vorherigen Patienten.

Das Verhalten des Tierhalters hat ebenfalls Einfluss auf das Tier. Nervöse Menschen machen auch die Tiere nervös. Dem Tier sollte Sicherheit vermittelt werden. Trösten oder Strafen sind absolut falsche Verhaltensweisen. –DK

Quelle: presseportal.de

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