Hintergrund

Verstehen Sie die Hundesprache?

Foto:aboutpixel.de / Natarj
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Die Hundesprache ist zum Beispiel sehr komplex, sie ist eine Kombination von Laut- und Körpersprache. So kann ein Hund sich ausdrücken, indem er bellt, knurrt, die Ohren spitzt, sich die Schnauze leckt oder mit dem Schwanz wedelt. Der Zweibeiner, also der Hundehalter, muss schon genau aufpassen, damit er die Signale seines Tieres richtig deutet und Missverständnisse vermeidet.

Dr. Gronastay, Tierarzt mit Zusatzausbildung für Verhaltenstherapie, gibt wertvolle Tipps. Grundsätzlicher Fehler vieler Hundehalter ist die „Vermenschlichung“ des Tieres. So haben Hunde, die eine geduckte Körperhaltung, einen eingeklemmten Schwanz und angelegte Ohren demonstrieren, kein schlechtes Gewissen, wie man annehmen könnte. „Hunde kennen kein schlechtes Gewissen“, meint der Tierexperte. Hier zeige der Hund nur eine gelernte Reaktion auf das Verhalten des Zweibeiners.

Will der Hundefreund sein Tier darauf hinweisen, dass es etwas falsch gemacht hat, so muss das innerhalb kürzester Zeit (wenige Sekunden) geschehen. Für ein „Nein“ ist es im Alltag schon nach einer Minute zu spät. Das Tier kann dann die Bestrafung mit seinem Fehler nicht mehr verknüpfen.

Ein häufiges Missverständnis ist auch das Schwanzwedeln, das man in der Regel mit einer freudigen Stimmung des Hundes in Verbindung bringt. Tierverhaltensexperten meinen jedoch, dass das Schwanzwedeln in erster Linie ein Zeichen von Erregung ist. Ob sie positiv oder negativ ist, lässt sich nicht spontan, sondern erst bei genauem Betrachtung erkennen.

Wichtig ist auch, dass zwischen Herrchen und Frauchen eine klare Absprache in Sachen Erziehung besteht. Abmachungen müssen beim Hund konsequent eingehalten werden und berechenbar sein. Ansonsten ist das Tier überfordert und gestresst.

Hier kommen einem doch ganz menschliche Überlegungen in den Sinn: war das nicht auch ähnlich bei der Kindererziehung?    geb

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