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Wenn die Vogelstimme sich zur Handy Melodie mausert

Foto:pixelio.de/Telemarco
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Im Frühling beginnt auch die Vogelwelt mit ihrem Gesang: in Parks, im Wald oder auch im heimischen Garten wird um die Wette gezwitschert, geträllert und tiriliert. Es ist ein wahrer Ohrenschmaus. Doch bei genauem Hinhören wundert man sich oft. Einige Singvögel stimmen nicht ihr gewohntes „Tirili“ und „Tirila“ an, sondern geben Töne von sich, die man unschwer als Handy- Klingeltöne identifizieren kann.

Bereits im Jahr 2005 konnten Mitarbeiter des Naturschutzbundes (NABU) feststellen, dass heimische Singvögel Klingeltöne täuschend echt imitieren konnten. Superstars unter den Sängern waren Dohle(s.Foto), Star und Eichelhäher.

Einfache Ruftöne eines Handys können diese Tiere relativ leicht übernehmen, da sie nach Auskunft des NABU ihrem natürlichen Stimmenrepertoire entsprechen. Viele Singvögel ahmen gerne fremde Töne nach – sei es aus Zeitvertreib oder auch als Täuschungsmanöver.

Durch die aufgelockerte Bauweise in unseren Städten gibt es auch mehr Grünflächen. Das hat zur Folge, dass sich in letzter Zeit auch scheuere Vögel in die Stadt wagen. Hier gibt es manchmal mehr Futter und damit auch mehr Gesellschaft. Bei ihrem Umzug in die Städte passen sich die Vögel auch immer mehr dem Leben in der Stadt an. Es kommt dazu, dass einige Vögel lauter trällern oder in höheren Tonlagen zwitschern. Andere wiederum singen lieber nachts, da dann die Umgebungsgeräusche niedriger sind. So werden zum Beispiel Kohlmeisen zu „Schreihälsen“ und Rotkehlchen zu „Nachtschwärmern“.

Für die Wissenschaft ist es erstaunlich, wie schnell sich die Vögel dem Milieu der Städte anpassen können. Es braucht in der Regel nur wenige Generationen, um sich in der neuen Umgebung wohl zu fühlen. Es gibt aber auch Verlierer unter ihnen. Zu den weniger anpassungsfähigen Arten zählen laut „New Scientist“ die Goldamsel, der Kuckuck, der Drosselrohrsänger und der Hausspatz. Sie können ihre Tonlage der städtischen Geräuschkulisse nicht anpassen.   geb

Quelle: 
handy.t-online.de

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