Zuletzt: „wellness“ beschreibt der „Advanced Learner’s Dictionary“ als „state of health” – als “Gesundheits-Zustand” also. Dieser kurze Blick auf die Bruchstelle zwischen den englischen Ursprüngen der Begriffe und dem, was nach vielen Bedeutungsverschiebungen in unserer alltäglichen Umgangssprache angekommen und hängen geblieben ist, zeigt: hier und heute geht es um ein Lifestyle-Konzept aus Wohlbefinden, Spaß und guter körperlicher Verfassung – auch Beauty hat dort eine Bedeutung.
Wellness steht für vieles und vor allem: Wellness ist der Anker-Begriff für Werbung und einen Wachstumsmarkt an Waren, Produkten, Dienstleistungen, Einrichtungen und Programmen, der schwindelerregende Steigerungsraten vorweisen kann. Der Begriff Wellness ist wohlfeil, gesetzlich nicht geschützt – jeder kann alles, was vermeintlich oder tatsächlich das Wohlbefinden zu fördern verspricht, unter diesem Leitstern moderner Lebensphilosophie anbieten – und verkaufen! Schätzungen zufolge setzt die Wellness-Branche 73 Milliarden EURO pro Jahr um und sie beschäftigt weltweit etwa 1,2 Millionen Menschen.
"Ganzheitliches Programm aus Ernährung, Bewegung und Entspannung."
Sieht man aber einmal über die manchmal kuriosen Entgleisungen in der Anwendung dieses schillernden Begriffes hinweg, dann geht es um ganzheitliche Programme aus Ernährung, Bewegung und Entspannung. Dieser auch im medizinischen Sinne sinnvolle Kern läuft mittlerweile unter dem viel präziseren Begriff „Medical Wellness“. Der Begriff steht auch für die Behandlung sog. Zivilisations-Krankheiten, für Gesundheitsvorsorge und für eine neue Sensibilität in Umweltfragen.
Was lernt man aus dieser Betrachtung? Wieder geht es um klassische und bekannte Ratschläge für gesunde Lebensführung wie Ernährung und Bewegung, wie Entspannung und dergleichen. Aber zugegeben: was ist schon ein Yoga-Kurs der örtlichen Volkshochschule gegen einen „Ayurveda-Tag“. Aber seien wir positiv und tolerant: wenn es unserer Gesundheit hilft, dann darf doch eine solche Verpackung sein. Auch der Yoga-Kurs hilft – der kostet auch weniger. Aber: Imagefördernd ist er nicht, –nur gesundheitsfördernd. Immerhin!
W E L L N E S S - A N G E B O T E
In
unserer schnelllebigen Zeit sind die Oasen der Ruhe und Entspannung ein unerschöpflicher und wichtiger Quell für Gesundheit und Wohlbefinden bis ins hohe Alter. Nur wer an Leib und Seele gesund und ausgeglichen ist, kann seine Freizeit genießen und seiner Arbeit stressfrei und konzen-triert nachgehen. Die Verantwortung für die eigene Lebensqualität kann uns niemand abnehmen. Die Bereiche, durch die unsere Gesundheit, Fitness und ein solides gesellschaftliches Netz gefördert werden, sind vielfältig. Es fängt an bei der kurzen Entspannung nach getaner Arbeit durch Sauna, Massage, ein Wohlfühlabend in Badewanne oder Dusche, Besuch im Fitnessstudio oder entspannen-de Stunden bei einer Kosmetikerin. Wer mehr Zeit und Geld investieren möchte, genießt einen Well-nesstag in einer Schönheitsfarm, gönnt sich einen Ayurvedatag mit Massage oder ein ganzes Wellnesswochenende. Tiefes Wohlbefinden wird erlangt nach einem umfangreichen Wellnessurlaub mit Gesundheitsberatung, Ernährungsberatung und vielleicht Ernährungsumstellung. Viel Zeit für Erho-lung, Sport und Fitness schaffen Erholung und Kraft für einen anstrengenden Alltag.
Nur wer sich wohl fühlt in seinem Körper, kann die Liebe zu sich selbst entdecken und genießen und hat ein positives Charisma.
(Aus dem Internet: www.wellnesslotse.de)
