Da ließe sich wohlfeil ein grober Klotz dagegen setzen: Wer sein tägliches Schweinefleisch und die Fastfood-Zwischenmahlzeiten und die süße Cola ohne akute Leiden einige Zeit überlebt hat, der ernährt sich dennoch nicht gesund.
Nein – so einfach ist das nicht. Gesundheit ist nichts, was der Mensch einfach herstellen kann. Gesund sein muss man schon wollen und das Leben danach ausrichten. Die gesunde Ernährung ist dabei von zentraler Bedeutung, muss aber von ausreichender Bewegung, dem Verzicht auf Alltagsdrogen, einem täglichen Anti-Stress-Training und vielen anderen Komponenten begleitet werden.
Wie kann man denn beurteilen, ob die praktizierte Ernährungsform auch gesund ist?
Nun – die wichtigsten Aspekte sind ja gut bekannt: vielseitig und ausgewogen, wenig Salz und Zucker, ungesättigte Fettsäuren (pflanzlich) und Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, weniger Fleisch, dafür mehr Fisch, Alkohol (Rotwein) in Maßen.....
Man wird einwenden, dass man nicht dauernd mit Untersuchungsbestecken und Tabellen herumlaufen könne, nur um nichts Falsches auf den Teller zu bekommen.
"Gesund ernähren muss erlernt werden!"
Es ist doch nur ein gut gemeinter Rat, die inzwischen vorliegenden Erkenntnisse der Wissenschaft nicht zu ignorieren - gesund ernähren muss erlernt werden!
Wenn es aber auf einfache, sinnlich wahrnehmbare Weise leichter zu vermitteln ist, dann gehe man doch bitte der einfachen Frage nach: wo leben die Menschen, die die wenigsten Krankheiten haben und das höchste Lebensalter erreichen? Dort, wo alle so gerne Urlaub machen: am Mittelmehr!
Die mediterrane Küche mit vielen Sorten von frischem Obst und Gemüse, dem Fisch
in allen Variationen, dem Olivenöl, dem Knoblauch und allen anderen traditionellen Bestandteilen in der typischen Zubereitungsart ohne lange Gar- und Kochzeiten gilt als besonders gut, weil eben auch gesundheitsbewahrend und gesundheitsfördernd. Schwärmt man nicht nach jedem Urlaub wieder wochenlang von all' den Köstlichkeiten, die es gab? Die meisten Zutaten gibt doch auch hier zukaufen!
Warum also nicht das Vorbild akzeptieren und danach kochen und leben? Es reicht natürlich nicht, die Besuchs-Frequenz beim „Italiener“ zu erhöhen oder noch häufiger Pizza zu essen. Nein, das muss schon eine gesunde Lebens-Philosophie werden, auf die man sich da einlässt und einstellt. Ganz oder gar nicht – das wäre schon wünschenswert!
Man wird sich nach kurzer Zeit viel wohler fühlen, leichter sein Idealgewicht erreichen oder halten, Magen und Darm werden gut funktionieren – und beim nächsten Check wird der Doktor sagen: „Ihre Cholesterinwerte sind aber viel besser geworden – gut für Ihr Herz!“.
